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- Faust 2011, Schauspielhaus, Bochum
Das Schauspielhaus Bochum blickt mittlerweile auf eine fast 100jährige Geschichte zurück und ist zu einer der renommiertesten Bühnen des Landes geworden. Hauptsächlichen Anteil daran hatten die Intendanten: die ersten, Saladin Schmitt und Hans Schalla, begründeten den Ruf des Schauspielhauses, indem sie sämtliche Shakespeare-Werke der Portfolio-Ausgabe auf die Bühne brachten. Nach dem Krieg wurde im neuen Schauspielhaus auch viel Modernes gespielt: Rolf Hochhuth, Eugene O`Neill, Tenessee Williams, Arthur Miller, Jean-Paul Sartre, Eugène Ionesco oder Harold Pinter standen nun auf dem Spielplan.
Unter Peter Zadek und Claus Peymann entwickelte sich das Schauspielhaus in Bochum dann endgültig zu einem der ersten Häuser in Deutschland. Frank-Patrick Steckel und Leander Haußmann führten die Linie fort, seit 2000 waren Matthias Hartmann, Elmar Goerden und ab 2010 Anselm Weber Intendanten am Schauspielhaus. Heute werden in Bochum wieder viele Klassiker und Musiktheater gespielt, während es im "Theater Unten" (früher Theater unter Tage) und den Kammerspielen, den zwei kleineren Spielstätten des Schauspielhauses, auch viele neue Autoren und moderne Stücke sowie Lesungen zu sehen gibt.
Konzerte, auch mit modernen Popacts wie z.B. Mogwai erweitern immer wieder das Programm und locken neue Zielgruppen ins Schauspielhaus. Eine Bühne, die sich ständig neu erfindet, immer spannend geblieben ist und sich damit zurecht ihren Platz als eines der beliebtesten Theater in Deutschland bewahrt hat.




