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ST. NIKOLAIKIRCHE
Willy-Brandt-Straße 60
20457 Hamburg
http://www.mahnmal-st-nikolai.de/Website
Panoramabilder: Mahnmal St. Nikolai, Turm innen

- Mahnmal St. Nikolai, Hamburg
Die St. Nikolaikirche ist, oder besser gesagt: war eine neo-gotische Kirche, von der nach dem 2. Weltkrieg nur der Turm übrig blieb. Nach der verheerenden Bombardierung und dem großen Feuer entschloss man sich dazu, die Kirche nicht wieder aufzubauen und den Turm von St. Nikolai so wie er war als Mahnmal für die Nachwelt zu erhalten.
In Hamburg, das im Krieg besonders unter den heftigen Bombardements der Alliierten zu leiden hatte, mußte nach dem Krieg ein Großteil der historischen Stadt neu aufgebaut werden. Wo die alten Fassaden komplett vernichtet waren wurden die Gemäuer durch moderne Architektur ersetzt.
Zahlreiche Mahnmale und Denkmäler in der Stadt und der benachbarten Umgebung zeugen noch heute von der Zerstörung und den schrecklichen Leiden des Krieges, aber das Mahnmal St. Nikolai ragt am höchsten auf und hält die Erinnerung wach. Seit 2005 kann man mit einem gläsernen Panoramafahrstuhl im Turm bis auf eine Aussichtsplattform in 76 Meter Höhe fahren und den Blick über die Hansestadt genießen. Auch heute noch ist der Turm von St. Nikolai der fünfthöchste Kirchturm der Welt.
Historische Aufnahmen auf der Aussichtsplattform zeigen, wie Hamburg 1945 im Vergleich zu heute aussah. Da der Einbau des Fahrstuhls die Wirkung des Mosaiks "Ecce Homo" nach einem Entwurf von Kokoschka störte, wurde dieses an die Stirnwand des Chors umgehängt.
Verschiedene Skulpturen, Kunstwerke und der Garten der Kontemplation bilden eine Einheit rund um das Mahnmal St. Nikolai. Das erhalten gebliebene Kreuzgewölbe unter der Kirche beherbergt seit 1886 ein großes Weinlager, da die Temperaturen und Luftfeuchtigkeit hier unten konstant und ideal dafür sind.
1926 pachtete die traditionsreiche Hamburger Weinfirma C.C.F. Fischer-Wein die Räume und machte sie ab den 80er Jahren öffentlich zugänglich. Seit die Firma 2005 Insolvenz anmelden mußte ist der Keller wieder geschlossen, allerdings befinden sich noch immer große Weinvorräte dort unten und das imposante Gewölbe wartet auf eine neue Verwendung.




