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CHILEHAUS

- Chilehaus, Hamburg
Das Chilehaus ist wahrscheinlich das beeindruckendste Beispiel der sogenannten Kontorhausarchitektur, die so charakteristisch für Hamburg ist und befindet sich seit 1999 zusammen mit der Speicherstadt auf der Nominierungsliste fürdas UNESCO Weltkulturerbe.
Die alten Handelshäuser, in denen sich früher oftmals die Büros etlicher Handelsbetriebe befanden, bekommt man in der Stadt häufiger zu sehen und Referenzen an deren markante Bauweise spiegeln sich auch heute noch in vielen der modernen Gebäude wider.
Das Chilehaus wurde von Fritz Höger entworfen und zwischen 1922-1924 errichtet. Der damalige Besitzer Henry Sloman hatte seinerzeit mit dem Handel von chilenischem Salpeter ein Vermögen verdient und leistete sich die geschätzten zehn Millionen Reichsmark Baukosten.
Die geschwungenen Seitenwände und die spitz zulaufende Gebäudefront des Chilehauses symbolisieren einen riesigen Schiffsrumpf, werden durch feine Details der Backsteinwände und die 2800 Fenster allerdings aufgelockert und wirken überaus filigran trotz der Größe des Bauwerks.
Bis Mitte der 80er Jahre befand sich das Gebäude noch im Besitz der Familie Sloman, heute gehört es der Union Investment Real Estate Gmbh, die für die Vermietung der prestigeträchtigen Büroflächen zuständig ist.
Der Sprinkenhof, der sich direkt gegenüber des Chilehauses befindet, ist ein weiteres pittoreskes Kontorhaus - ebenfalls von Höger konzipiert - mit einem wunderschönen, großen Innenhof. Kunstvolle Arkaden und eine Vielzahl kleiner Fenster bilden einen faszinierenden Kontrast zu der massiven Bauweise dieser Architektur.
Bildnachweis: Foto by Lumu, cc-by-sa 3.0




