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PAULSKIRCHE

Paulsplatz 11
60311 Frankfurt

 


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Panoramabilder: Aussenansicht Paulskirche, Plenarsaal

Paulskirche Frankfurt
Paulskirche, Frankfurt

Die 1833 geweihte Paulskirche ist nicht wegen ihrer Verwendung als Kirche in die Geschichte eingegangen, sondern wegen ihrer Rolle als "Wiege der deutschen Demokratie". Am 18. Mai 1848 zogen die Vertreter des Deutschen Volkes in die Paulskirche ein, um Deutschland eine liberale Verfassung zu geben. Die fast 800 Parlamentarier, darunter auch heute noch bekannte Namen wie zum Beispiel Heinrich von Gagern, formulierten ein Grundgesetz, das auch beim Entwurf der Väter des heutigen Grundgesetzes Eingang fand.

 

Nach dem Scheitern des Parlaments und dem Sieg der Reaktion wurde die Paulskirche 1852 der Gemeinde zurückgegeben und diente bis 1944 als evangelische Hauptkirche Frankfurts. Wie die gesamte Frankfurter Altstadt, so wurde auch die Paulskirche in den Märztagen des Jahres 1944 zerstört. Doch schon 1947, am 17. März, wurde der Grundstein für den Wiederaufbau gelegt.

 

Die Paulskirche sollte ein Symbol für den Wiederaufbau der Stadt und ein Denkmal für die demokratische Geschichte werden. Sie wurde zum nationalen Denkmal erklärt und dient seither lediglich als Ort der Erinnerung an den Beginn der deutschen Demokratie. Der Versammlungssaal im Obergeschoss ist staatlichen oder städtischen Veranstaltungen vorbehalten, sie steht seit Herbst 1988 wieder für die Verleihung des Goethe-Preises und des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels sowie weiteren Ehrungen zur Verfügung.

 

Auch bei der zweiten Renovierung der Paulskirche von 1988 - 1991 respektierte man die damals aus Geld- und Materialmangel getroffene Nachkriegsentscheidung, die Paulskirche mit einem nur leicht gewölbten Flachdach auszustatten statt die ursprünglich viel größere Kuppel wiederherzustellen. Ein sehenswertes Gebäude für historisch Interessierte, der Eintritt ist gratis.

 

Bildnachweis: Mylius, Lizenz: by-nc-nd 3.0 

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