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KAISERDOM

- Kaiserdom, Frankfurt
Der Kaiserdom zu Frankfurt am Main ist ein herausragender Ort west- und mitteleuropäischer Geschichte. Aus dem Gotteshaus der karolingischen Kaiserpfalz hervorgegangen, gründet er auf Resten einer kleinen merowingischen Kapelle, die vor 680 entstanden sein muss.
Seit dem Mittelalter war der Kaiserdom Sitz eines kaiserlichen Reichsstifts, seit dem 12. Jahrhundert Wahlort der deutschen Könige und ab 1239 einzige Pfarrkirche in Frankfurt bis zum Bau der alten Peterskiche 1419. Mit der Verlegung der Krönung des deutsch-römischen Königs von Aachen nach Frankfurt 1562 erhielt die Stiftskirche immer häufiger den Ehrentitel "Dom", der sich schließlich als alleinige Bezeichnung durchsetzte und heute noch gebräuchlich ist.
Das Krönungsrecht oblag Aachen, genauer dem Kölner Erzbischof, dem Mainzer Erzbischof hingegen die Durchführung der Königswahl. Frankfurt war jedoch Mainzer Domäne, weshalb der Mainzer Erzbischof auch Probst in Frankfurt wurde, um zusätzlich die Krönungen durchzuführen. Die Wahlkapelle des Domes, in der die Deutschen Könige gewählt worden sind, ist heute ein Raum für das stille Gebet.
Seit der letzten Restaurierung 1991-1994 bestimmt ein kräftiges Ziegelrot die Wände und Pfeiler des Kaiserdoms. Noch vorhandene Farbfassungen der Gewölbe und Steinfiguren wurden gereinigt und ergänzt, was den Kaiserdom heute zu einer herausragenden Sehenswürdigkeit Frankfurts macht.
Die Ausstattung des Domes birgt wertvolle Altäre und Grabmäler der Spätgotik, im mittelalterlichen Kreuzgang befindet sich das Dom Museum, das wertvolle Funde aus einem spätmerowingischen Mädchengrab des 7. Jahrhunderts zeigt. Den größten Bereich nimmt allerdings der reiche Bestand des Domschatzes ein. Gezeigt werden liturgische Gewänder für den Gottesdienst sowie silberne und goldene Altargeräte und Reliquiare vom 14. Bis zum 20. Jahrhundert. Sehenswert!
Bildnachweis: Tourismus+Congress GmbH Frankfurt am Main,
Fotograf: Holger Ullmann




