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WANNSEE & PFAUENINSEL

- © Axel Mauruszat
Der Wannsee ist nach dem Müggelsee und dem Tegeler See Berlins drittgrößter und wohl auch beliebtester See. Eigentlich eine 270 Hektar große Ausbuchtung der Havel, ist der Wannsee im Sommer wie im Winter ein beliebtes Ziel für Berliner und Touristen. Das berühmte Strandbad Wannsee am Ostufer des Sees, das bereits 1907 eröffnet wurde ist bis heute das größte Binnenstrandbad Europas. Hier lassen es sich die Berliner im Sommer gut gehen, und wer die Atmosphäre einmal erlebt hat kann bestätigen, dass hier echtes Urlaubsfeeling aufkommt. Ein über einen Kilometer langer Sandstrand aus Ostseesand vor dem denkmalgeschützten, aber immer noch nicht komplett sanierten Strandbadgebäude sorgt für das "Pack die Badehose ein"-Gefühl.
Man kann im Wannsee schwimmen, um ihn herumspazieren oder eine Bootstour unternehmen - die Möglichkeiten sind vielfältig. Die Boote für die Schiffstouren, unter anderem nach Potsdam oder Werder, legen am Pier gegenüber der S-Bahnstation Wannsee ab, Fußwege gibt es mehrere um den See. Seit dem Mauerfall hat das Strandbad Wannsee nicht mehr die Bedeutung für die Freizeitgestaltung der Berliner, die es in Zeiten als eingemauerte Enklave hatte, aber sehenswert ist das Ensemble mit über 100jähriger Geschichte auch heute noch. Im Winter verwandelt sich der Wannsee in eine riesige Eisbahn, die die Berliner genauso intensiv nutzen wie im Sommer.
Entlang des Ufers gibt es viele Besonderheiten zu entdecken: Max Liebermanns Sommerhaus zum Beispiel oder für historisch Interessierte das Haus der Wannseekonferenz, das heute als Gedenkstätte dient - beide liegen gegenüber des Strandbades.
Entlang der Havel gelangt man schließlich auch zur Pfaueninsel. Diese kleine Insel ist ein romantisches Fleckchen, das einst von Friedrich Wilhelm II. für seine Geliebte entdeckt wurde. Er ließ ihr ein Schloß im Stil einer halbverfallenen römischen Villa und etliche Nebengebäude wie das Kavaliershaus, das Schweizerhaus oder den Fregattenschuppen errichten, die das Gesicht der Insel bis heute prägen. Von den auch heute noch vorhandenen Pfauen der ehemaligen Menagerie bekam die Insel ihren Namen und ist bis heute ein beliebtes Ausflugsziel für Berliner und Touristen gleichermaßen. Seit 1990 steht die Pfaueninsel zusammen mit den Schlössern und Parks von Sanssouci in Potsdam und Glienicke in Berlin als Weltkulturerbe auf der Liste der UNESCO.




