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SCHLOSS SANSSOUCI POTSDAM
Maulbeerallee
14469 Potsdam
Panoramabilder: Chinesisches Teehaus, Parkanlage mit Seitenflügel, Schloss Sanssouci

- © Foto Suse
Das Schloss Sanssouci in Potsdam diente als Sommerresidenz Friedrich des II. und wurde dafür eigens von Knobelsdorff erbaut. In nur zwei Jahren (1745-47) erbaute er Sanssouci im Stil des Rokoko (der Name bedeutet "ohne Sorge" und sollte Friedrich II. an seine glücklichen Jugendtage erinnern), das Friedrichs bevorzugter Aufenthaltsort wurde. Unter Friedrich Wilhelm IV. wurde Schloss Sanssouci 1840–1842 durch Umbau und Verlängerung der zwei Seitenflügel erweitert. Das Schloss Sanssouci ist mitten in einem weitläufigen Park gelegen, der seine Schönheit vor allem im Sommer zur Geltung bringt. Ein barocker Ziergarten, ein terrassierter, künstlich angelegter Weinberg sowie ein Brunnenbecken mit Fontäne und einigen über den Park verteilten Marmorstatuen machen den Reiz dieses Ensembles aus - seit 1990 steht das "preußische Versailles" als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO.
Erst nach der Wiedervereinigung Deutschlands konnte die testamentarische Verfügung Friedrichs des Großen erfüllt werden, der sich 1757 gewünscht hatte: „Im übrigen will ich, was meine Person anbetrifft, in Sanssouci beigesetzt werden, ohne Prunk, ohne Pomp und bei Nacht...". An seinem 205. Todestag wurde der Sarkophag mit den sterblichen Überresten des Königs im Ehrenhof des Schlosses Sanssouci aufgebahrt und danach in der von Friedrich dem Großen vorbestimmten Gruft auf der obersten Weinbergterrasse beigesetzt, die schon 1744 unter seiner Aufsicht angelegt wurde.
Um Schloss Sanssouci herum sind viele weitere Sehenswürdigkeiten gelegen - im Park selbst das Chinesische Teehaus oder die Orangerie, in Potsdam Schloss Cecilienhof, Charlottenhof, das Neue Palais oder das Marmorpalais. Es lohnt sich definitiv, für einen Abstecher nach Potsdam einen ganzen Tag einzuplanen, die Anfahrtszeit von Berlin ist kurz und die Möglichkeit, bei einem Berlinbesuch eine Stätte des Weltkulturerbes zu besichtigen lohnt die halbe Stunde Fahrt auf jeden Fall. Es werden Besichtigungen und geführte Touren angeboten, die meisten allerdings kostenpflichtig. Fotogenehmigungen kosten ebenfalls extra - dies ist dem Restaurationsbedarf des Schlosses geschuldet, dessen Erhalt beträchtliche Summen verschlingt. Man sollte die Eintrittsgelder daher einfach als persönlichen Beitrag zum Erhalt eines Weltkulturerbes betrachten.




