MUSEUM THE KENNEDYS
Pariser Platz 4 a
10117 Berlin
Telefon: 030 - 20 65 35 70
Öffnungszeiten: täglich 10:00 - 18:00 Uhr

- JFK vor dem Rathaus Schöneberg, 1963
Nicht einmal die meisten Amerikaner pflegen die Verehrung dieser traditionsreichen amerikanischen Familie, dieses bis zum heutigen Tage überaus einflußreichen Polit-Clans der Kennedys, auf so hohem Niveau wie die Deutschen. Der Satz "Ich bin ein Berliner" von John F. Kennedy hat diese Familie zur Legende im öffentlichen deutschen Bewußtsein werden lassen, und so ist es denn auch nur konsequent, dass sich das Museum The Kennedys - oder Kennedy-Museum - heute in bester 1a-Stadtlage am Pariser Platz den Besuchern präsentiert, direkt gegenüber der amerikanischen Botschaft. Wer sich für Aufstieg und Fall, Schicksalsschläge und große historische Momente der Familie von John F., Robert oder Jackie O. interessiert ist hier genau richtig. Als Weiterentwicklung einer von der Camera Work AG organisierten Ausstellung präsentiert das Museum The Kennedys eine der weltweit umfassendsten Zusammenführungen aus Fotoarbeiten, offiziellen Dokumenten, privaten Papieren und Memorabilien der Kennedy-Familie.
Das Publikumsinteresse an der in Rom und Berlin gezeigten Ausstellung über die Kennedys war so groß, dass die Idee der Weiterentwicklung zu einem ständigen Museum bald geboren war. Heute kann man hier etwa 700 Fotografien, ausgewählte Exponate aus dem ursprünglichen Familienbesitz wie JFKs schwarze Aktentasche von Hermès, seinen ledernen Reisekoffer, seinen persönlichen Stempel sowie Originaldokumente aus dem privaten und beruflichen Leben besichtigen. Natürlich wird der etwas dubiose Aufstieg des katholisch-irischen Underdogs Joseph Kennedy vom Prohibitions-Ära-Bootlegger, der den Reichtum dieser Familie erst begründete, wohlwollend ausgespart: das war aber auch nicht anders zu erwarten.
Besonderer Schwerpunkt des Museum The Kennedys ist natürlich die Präsidentschaft von JFK in - fast - all ihren Facetten. Sexsucht, Schweinebucht und andere häßliche Dinge, die den Mythos entzaubern, werden selbstverständlich ausgeblendet, aber das tut dem Museum keinen Abbruch: bei Elvis will man ja auch den "Elvis the Pelvis" sehen, der mit legendärem Hüftschwung Teenies zum Kreischen bringt und nicht den fetten Tablettensüchtigen, der sich mit 140 Kilo für Coverversionen auf die Bühne schleppt. Für Kennedy-Fans also ein empfehlenswerter Besuch!




