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BUNDESKANZLERAMT

Dorotheenstr. 84
10117 Berlin

 

 

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Bundeskanzleramt Berlin
© Foto Tischbeinahe

Mit der Entscheidung von 1993, Berlin wieder zur Bundeshauptstadt zu machen und die meisten Verwaltungsorgane hierher zu verlegen wurden einige neue Bauten notwendig. Für das neue Kanzleramt wurde der Entwurf der Berliner Architekten Axel Schultes und Charlotte Frank verwirklicht, der sich nahtlos in das sogenannte "Band des Bundes" einfügt, das sich, angefangen nördlich des Reichstags bis zum Tiergarten zieht und das Paul-Löbe-Haus mit den Parlamentarierbüros, das Elisabeth-Lüders-Haus mit der Bundestagsbibliothek und eben das Bundeskanzleramt einschließt. Das Bundeskanzleramt besteht aus zwei langen, symmetrischen Seitentrakten, die die Büros der Mitarbeiter enthalten, sowie dem erhöhten Mitteltrakt mit den Büros des Kanzlers/der Kanzlerin und der Staatsminister.

 

Durch die Öffnungen der Wände am Nord- und Südende sowie die riesigen Glasfronten nach Westen und Osten gewinnt das Kanzleramt trotz seiner klotzigen Proportionen eine bemerkenswerte Transparenz und Leichtigkeit - das Kanzleramt ist ein definitives Sightseeing-Highlight und gelungene Mischung aus Funktions- und symbolträchtigem Repräsentationsbau, die in der Zukunft sicherlich anders bewertet werden wird, als es der Großteil zeitgenössischer Architektur- und Profankritik ("Kohlosseum") momentan vermuten lässt. Besonders schön wirkt der Bau vom Wasser aus, wenn man auf einer der zahlreichen Schiffahrten, die quer durch Berlin angeboten werden, in unmittelbarer Nähe daran vorbeifährt.

 

Auch sehenswert: die 87,5 Tonnen schwere Skulptur "Berlin" des baskischen Künstlers Eduardo Chillida im Innenhof, die mit ihren beiden sich fast berührenden Armen Assoziationen an Teilung und Vereinigung wachruft. Auch im Inneren des Bundeskanzleramtes befindet sich eine Menge Kunst, so z.B. von August Macke, Ernst Wilhelm Nay oder Markus Lüpertz, wobei diesen den Augen Normalsterblicher im Üblichen verborgen bleibt. 

 

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