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- © Berlin Partner/FTB-Werbefotografie
Berlin hat in den letzten Jahren viel unternommen, um das ehemals so reiche jüdische Leben der Stadt, den Einfluß der jüdischen Bevölkerung auf Berlin und den Verlust desselben zu dokumentieren, und das Jüdische Museum war einer der Meilensteine dieser Bemühungen. Eigentlich einmal als Erweiterung des Berlin Museums geplant, ist das Jüdische Museum mittlerweile eigenständig und beherbergt die umfangreichste Dauerausstellung zur Jüdischen Geschichte in Europa.
Kaum ein Gebäude im neuen Berlin wurde von der Architekturkritik mit so einhelliger Begeisterung aufgenommen wie das Jüdische Museum von Daniel Libeskind. In dekonstruktivistischer Weise nutzte er die Formensprache des Gebäudes, um Inhalte zu präsentieren. Sein von einer eingekerbten, beschädigten Metallhaut eingefasster, blitzförmiger Museumsbau beweist eine bemerkenswerte Korrespondenz zwischen Architektur und dem Thema der Ausstellung. Mit vielen verschiedenen konzeptionellen und konstruktiven Elementen wie Leerräumen oder einem Mahnmal im "Garten des Exils" versuchte Libeskind, die eigentlich thematisierte Abwesenheit jüdischen Lebens in Berlin und sichtbarer Zeichen davon seit der Nazizeit architektonisch umzusetzen - er baute und konzeptionierte das Museum praktisch um die hinterlassene Leere herum und bezieht den Besucher in das Gefühl mit ein. Sehenswert!
Im Haus befindet sich das Restaurant & Café Liebermanns, das eine neue kreative Richtung in der traditionellen jüdischen Küche pflegt - es wird auf Schweinefleisch, Schalen- und Krustentiere verzichtet, jedoch nicht kosher gekocht. Das Restaurant bietet täglich ab 12 Uhr ein Mittagsbuffet mit internationalen jüdischen Spezialitäten sowie mediterranen Köstlichkeiten an. Für den kleinen Snack zwischen zwei Ausstellungssegmenten oder den entspannenden Kaffee mit hausgemachten Kuchen und Keksen nach einem Museumsbesuch ist ebenfalls gesorgt. Im Sommer empfiehlt sich als eine besondere Oase im Großstadttrubel der herrlich weitläufige Garten mit kulinarischen Angeboten wie Picknickkörben und Grillbuffet. Jeden Montag von 18 bis 22 Uhr wird - analog zu den verlängerten Öffnungszeiten des Museums - das Orientalische Buffet serviert, musikalisch untermalt von Boris Rosenthals Live-Klezmer-Musik. Für den Besuch des Restaurants muß übrigens kein Eintritt entrichtet werden!




