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EAST SIDE GALLERY

Mühlenstraße
10243 Berlin  

       

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East Side Gallery Berlin
Berlin East Side Gallery, 1990

Bei der East Side Gallery handelt es sich um das längste erhaltene Stück der Berliner Mauer, zwischen Oberbaumbrücke und dem Ostbahnhof. Die frühere Hinterlandlandmauer (die eigentliche Grenze stellte die Spree dar) in Friedrichshain wurde nach der Wende auf einer Länge von 1,3 Kilometern von internationalen Künstlern bemalt und ist damit die längste dauerhaft zugängliche Open Air Galerie der Welt. Eröffnet im September 1990, wurde das Mauerteilstück an der Mühlenstrasse bereits 1991 unter Denkmalschutz gestellt. Viele der etwa 100 Kunstwerke verwitterten jedoch bereits einige Jahre später, wurden von Graffiti übermalt und mußten daher aufwändig restauriert werden. 1996 gründete sich hierzu unter dem Vorsitz von Kani Alavi der Verein „Künstlerinitiative East Side Gallery e.V.“, der sich seither um den Erhalt und die Sanierung bemüht. Im Jahr 2000 wurde mit Hilfe des Verbandes der Lackindustrie 40 stark angegriffene Bilder restauriert. Die Betonflächen wurden geglättet und die noch vorhandenen Kunstwerke der East Side Gallery wurden mit einem Speziallack versehen, für die Instandsetzung der maroden Betonsubstanz mußten jedoch viele der Kunstwerke abgestrahlt werden.

 

Zur Wiederherstellung der Bilder wurden die Künstler der Werke, die ausfindig gemacht werden konnten, nach Berlin eingeladen, um ihr Kunstwerk ein zweites Mal an die Berliner Mauer zu malen. Dieser Aufforderung kamen 87 der noch lebenden 115 Künstler nach, allerdings gab es auch Proteste und Ablehnung seitens mancher Künstler, die die Rekonstruktion als Plagiat ihres eigenen Werks ansahen. Dementsprechend findet man heute an manchen Stellen der East Side Gallery leere Mauerflächen - ebenso wie einen 45 Meter breiten Durchbruch zur Spree, der auf Betreiben der Anschutz Group angelegt wurde, einem Sport-und Entertainment-Immobilienkonzern, der die gegenüberliegende 02-Arena betreibt. Woran man einmal mehr gut erkennen kann, was der Denkmalschutz wert ist wenn das große Geld ruft.

 

So oder so ist die East Side Gallery ein sehenswertes Stück Berlin, Teil der Mauergeschichte und eines der international bekanntesten Kunstprojekte der Bundeshauptstadt, welches täglich von etwa 2000 Besuchern aufgesucht wird. Eintritt ist frei, Spenden oder der Kauf von Merchandisingprodukten helfen allerdings, einen Beitrag zum Erhalt der East Side Gallery zu leisten.

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