BERLINER PHILHARMONIE

- © Manfred Brueckels
Die Berliner Philharmonie gehört heute zu den Wahrzeichen der Stadt und hat sich auch international einen Namen gemacht. 1956 gewann der Architekt Hans Scharoun mit seinem Entwurf den Wettbewerb für den Neubau eines Konzertsaals für das Berliner Philharmonische Orchester. Sein modernes, für die damalige Zeit visionäres Konzept erregte aber auch viel Widerstand. Der zeltartige Bau (Bauzeit 1960-1963) mit dem großen, pentagonalen Konzertsaal wurde trotz vielfältiger Kritik durchgesetzt, und da man von Anfang an die Mitarbeit des Akustikers Lothar Cremer suchte wurden durch die Struktur des Baus zu erwartende raumakustische Probleme verhindert. Mittlerweile ist der Konzertsaal mit seiner einzigartigen Architektur und Akustik Vorbild für viele andere Konzertsäle auf der ganzen Welt.
Die Sitze der Berliner Philharmonie bieten durch die ringsum unregelmäßig ansteigenden Logenterrassen von allen Seiten gleich gute Sicht auf die in der Mitte platzierte Bühne, über der frei hängende Reflektoren den Schall gleichmäßig im Raum verteilen. So hat der Philharmoniebesucher von jedem Platz aus ein optimales Seh- und Hörerlebnis. Zwischen 1984 und 1987 entstand neben der Philharmonie auf der Basis der ursprünglichen Planung Hans Scharouns der - mit der Philharmonie verbundene - Kammermusiksaal.
In der Geschichte der Berliner Philharmoniker wirkten bedeutende küstlerische Leiter wie Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan (der das Orchester fast 35 Jahre leitete und prägte wie kein anderer) sowie Claudio Abbado. Aktuell ist Sir Simon Rattle
Chefdirigent und sorgt für eine zukunftsweisende Fortführung der mehr als 125 jährigen Tradition der Berliner Philharmoniker.




